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Deisendorf hieß ursprünglich "Tyzindorf", und wird 972 und 1040 als Besitz der Abtei "Meginradescella" (Maria-Einsiedeln) in der Schweiz erstmals erwähnt. Damit kann Deisendorf auf eine über 1000-jährige, bewegte Geschichte zurückblicken... |
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1402 gehörten dem Heilig-Geist-Spital zu Überlingen dreiviertel des Dorfgerichtes. Im gleichen Jahr wird erstmals die Kirche von Deisendorf erwähnt, das bis 1744 eine eigene Pfarrei hatte. |
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Im Krieg 1552 verbrannten Soldaten aus Sachsen das halbe Dorf, und 1634 zündeten schwedische Reiter zwölf Deisendorfer Häuser sowie den Ralzhof und die Ortskapelle St. Andreas an. Die, vermutlich Anfang des 13. Jh. entstandene Kapelle, wurde wieder aufgebaut, 1666 zusätzlich mit einer kleinen Glocke ausgestattet, und 1684 erfolgte die Weihe des heutigen Altars. |
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Schon um 1800 hatte Deisendorf eine Schule, die auch von den Kindern aus Bambergen, Andelshofen und Rengoldshausen besucht wurde. Mit dem Übergang an Baden 1857 endete die Zugehörigkeit zum Heilig-Geist-Spital Überlingen, und Deisendorf gehörte fortan zum Amtsbezirk Überlingen. Das Bild zeigt den Schuljahrgang 1924/1925 |
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Die Andreaskapelle (am Ende der Kirchgasse im Nordosten) zählt ebenso wie das direkt daneben stehende Ausgedinghaus * - ein 1843 erbautes, eindrucksvolles Fachwerkhaus, welches dem Rektor der Kapelle als Wohnung gedient haben soll - und die mächtige Sommerlinde (in der Nähe der Dorfmitte) zu den "Sehenswürdigkeiten" unseres Dorfes. * Das Ausgedinghaus oder Ausgedingehaus bezeichnet das |
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Ebenfalls erwähnenswert ist die sagenumwobene Siechenkapelle, idyllisch umgeben von drei Linden aus dem Dreikaiserjahr 1888, im Südwesten, an der alten Poststraße Wien-Paris. Zu dieser kleinen Feldkapelle (auch Eißenkapelle oder "Die Ösch" genannt) wallfahrten früher Leute, die mit Eitergeschwüren behaftet waren, die man im Volksmund auch Eißen nannte. |
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1902 schlug das Generallandesarchiv der Gemeinde Deisendorf ein silbernes Wappen mit einem silbernen Fisch im blauen Wellenschrägbalken vor. Mit dem Wappenbild wird der durch das Dorf fließende fischreiche Riedbach symbolisiert. Die Gemeinde nahm das Wappen 1903 an, und führte es als Dienstsiegel bis 1974. Nach der Eingemeindung zur Stadt Überlingen wird das Wappen von der Ortsverwaltung geführt. |
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